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Wiederaufbau oder?

Anfang Juni 2016 laufen die Vorbereitungen zum "Wiederaufbau" des Backhauses in Leupolz. Die Baugenehmigung steht in Aussicht, allein ein Bauleiter mit Unterschrift auf der Bauleitererklärung fehlt noch. Das gibt Anlass für Beratungen im Ortschaftsrat, wer die Arbeiten am "Häusle" ausführt und wie das geschehen soll. Geld für Material steht wohl offensichtlich zur Verfügung, denn mit den Spenden ergibt sich eine kleine fünfstellige Summe.

Die Organisation der Helfer und Gewerke nimmt ein örtlicher Unternehmer in die Hand, der sich Restaurator nennt. Ortsvorsteher Sieber frohlockt über die gelungene Aktion, dass das Projekt mit Hilfe örtlicher Kräfte verwirklicht wird. Schließlich sollen sich die Leupolzer mit dem Backhaus identifizieren können. So steigert sich die Akzeptanz und der Backbetrieb kommt ins Laufen ...

Was verstehen die Handwerker unter professionell, wenn es um ein Gebäude mit historischem Hintergrund - wenn auch nur 30 Jahre alt - geht? Ein Objekt, das einmal von Schülern der HS Praßberg gemeinsam mit Lehrern und keinesfalls fachunkundigen Eltern engagiert und mit Liebe aufgebaut wurde? Die Vorbilder sind bäuerliche, zum größten Teil nicht mehr existierende Backeinrichtungen, die es in mehreren Varianten gab. Solche Objekte wurden nicht nach heutigen handwerklichen Standards errichtet. Sie hatten einen gerade durch die "Unebenheiten" natürlichen Charme. Der Beweis stellte das Backhäuschen im Schulhof der Praßberger mit seinen "alten" nicht handwerklichen Dachziegeln dar.